Eulerpool Premium

NOEM Definition

Das Eulerpool Wirtschaftslexikon definiert den Begriff NOEM für Deutschland.

Discover undervalued stocks with Eulerpool.

NOEM

NOEM ist eine Abkürzung für Notleidende Obligationen-Emission.

Es handelt sich um eine spezielle Art von Anleihe, die von einem Unternehmen oder einer Regierung ausgegeben wird und in finanziellen Schwierigkeiten gerät. Eine NOEM wird normalerweise zu einem niedrigeren Kurs als ihrem Nennwert gehandelt, da sie ein höheres Risiko aufweist, nicht vollständig zurückgezahlt zu werden. Die Höhe der Abschreibung hängt von der finanziellen Stabilität des Emittenten ab. Eine NOEM wird oft von Anlegern erworben, die bereit sind, ein höheres Risiko einzugehen, um potenziell höhere Renditen zu erzielen. Sie können auch als Distressed Bonds bezeichnet werden, da sie in den meisten Fällen mit finanziellen Problemen verbunden sind. Das Hauptmerkmal einer NOEM-Anleihe ist ihre höhere Ausfallwahrscheinlichkeit im Vergleich zu regulären Anleihen. Dieses Risiko spiegelt sich im niedrigeren Kurs wider, zu dem sie gehandelt werden. In der Regel werden NOEMs zu einem erheblichen Abschlag auf ihren Nennwert gehandelt, um die potenziellen Verluste auszugleichen, die Anleger erleiden könnten, falls der Emittent nicht in der Lage ist, die Anleihe im vollen Umfang zurückzuzahlen. Unternehmen oder Regierungen begeben NOEM-Anleihen, um Kapital zu beschaffen, wenn andere Finanzierungsoptionen begrenzt sind. Sie werden oft als letzter Ausweg in Zeiten der finanziellen Krise verwendet. NOEMs können verschiedene Formen annehmen, wie zum Beispiel Wandelschuldverschreibungen, in denen die Anleihe bei Bedarf in Aktien des Unternehmens umgewandelt werden kann. Es ist wichtig zu beachten, dass der Kauf von NOEM-Anleihen mit erheblichen Risiken verbunden ist. Anleger sollten eine gründliche Risikoanalyse durchführen und die finanzielle Stabilität des Emittenten sorgfältig prüfen, bevor sie eine Investitionsentscheidung treffen.
Reader Favorites in the Eulerpool Stock Market Lexicon

Vertragsmanager

Der Vertragsmanager ist eine wichtige Person im Bereich der Finanzdienstleistungen, insbesondere im Kredit- und Darlehensbereich. Mit seiner Hilfe können Unternehmen die Verträge mit ihren Kreditgebern und Darlehensgebern besser verwalten und...

Erdölbevorratung

Definition: Erdölbevorratung (engl. Oil Reserves) Die Erdölbevorratung bezieht sich auf die Menge an Erdöl oder petrochemischen Produkten, die von einem Land, einer Organisation oder einem Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt gelagert...

Annahme der Zuteilung

Annahme der Zuteilung ist ein Begriff, der im Zusammenhang mit der Emission von Wertpapieren und deren Zuteilung verwendet wird. Dieser Begriff bezieht sich speziell auf den Prozess, bei dem ein...

Starchtest

Stärkebewertung (Starchtest) ist eine Methode zur quantitativen Bewertung der finanziellen Stabilität eines Unternehmens. Diese Bewertungsmethode wird häufig von Investoren in den Kapitalmärkten angewendet, um potenzielle Anlagechancen zu analysieren und fundierte...

General Arrangements to Borrow

Allgemeine Vereinbarungen zur Kreditvergabe (General Arrangements to Borrow) ist ein bedeutendes Finanzinstrument, das von internationalen Finanzinstitutionen zur Bewältigung finanzieller Krisen und zur Stärkung der weltweiten Finanzstabilität eingesetzt wird. Diese Vereinbarungen...

Mehraufwands-Wintergeld

"Mehraufwands-Wintergeld" ist ein Begriff, der im deutschen Steuerrecht verwendet wird und sich auf eine besondere Art der steuerlichen Vergütung bezieht. Insbesondere betrifft es eine finanzielle Unterstützung, die Arbeitnehmern gewährt wird,...

DJV

DJV steht für "Deutsch-Japanischer Wert". Es handelt sich um eine Investmentstrategie, bei der deutsche und japanische Wertpapiere kombiniert werden, um Diversifizierung und Ertragschancen zu maximieren. Diese Strategie wird häufig von...

Zentralismus

Zentralismus - Definition und Bedeutung Der Begriff "Zentralismus" bezieht sich auf eine politische oder wirtschaftliche Ideologie, die die zentrale Konzentration von Macht, Kontrolle und Entscheidungsfindung auf nationaler oder organisatorischer Ebene fördert....

Sortimentsbreite

Sortimentsbreite ist ein Begriff, der in der Welt der Kapitalmärkte weit verbreitet ist und sich auf die Vielfalt der Wertpapiere bezieht, die ein Unternehmen, eine Bank oder eine Börse anbietet....

Prägerecht

Prägerecht bedeutet im Finanzwesen das Recht einer staatlichen Institution, wie beispielsweise einer Zentralbank, Münzen mit gesetzlich festgelegtem Nennwert herzustellen. Die Zentralbank ist dabei für die Ausgabe und Regulierung von Münzen...